Erdgas-Poker sorgt für frischen Wind auf dem Markt

Zur kommenden Saison zeigt der alljährliche Gas-Poker zwischen Abnehmern und Versorgern seltsame Strukturen. So gehen die Preise weit auseinander. Der Hauptversorger Gazprom rechnet für die folgenden zwei Jahre mit einem starken Preisanstieg. Die größte deutsche Gasgesellschaft E.ON Ruhrgas rechnet hingegen mit einem Preisverfall, da der Markt über ein Überangebot verfüge. So ist für die Verbraucher das Angebot sehr unübersichtlich, bei fallenden und zugleich steigenden Preisen.

Die Gaspreise richten sich eigentlich immer nach den Ölpreisen am Weltmarkt. Doch zur Zeit ist dies nicht der Fall, da in Europa genug Erdgas vorhanden ist. So werden sich große Versorger wie Gazprom bei den Preisverhandlungen nicht durchsetzen können. Da Erdgas jedoch weiterhin nur in begrenzter Menge verfügbar ist, werden die Gaspreise in den nächsten Jahren wieder höher werden.